Die Riester-Rente bietet jährliche Zulagen (175 € Grundzulage + 300 € pro Kind) plus Sonderausgabenabzug bis 2.100 € pro Jahr. Für Familien mit mehreren Kindern und mittleren Einkommen ergeben sich attraktive Förderquoten von 30–60 %.
Wer profitiert besonders?
Geringverdiener (unter 30.000 € brutto): Zulagen sind im Verhältnis sehr hoch. Familien mit mehreren Kindern: pro Kind 300 € Zulage, bei 3 Kindern also 900 € + 175 € = 1.075 € Förderung pro Jahr. Voraussetzung: Mindestbeitrag 4 % des Vorjahreseinkommens (mindestens 60 € pro Jahr).
Kritik und Probleme
Hohe Kosten bei klassischen Riester-Versicherungen (Vertriebskosten oft 5–10 % der Beiträge), niedrige Rentenfaktoren (Auszahlung pro 10.000 € Vermögen oft unter Marktdurchschnitt), keine Vererbbarkeit über die Auszahlungsphase hinaus. ETF-Riester (z. B. Fairr.de, DWS Top Rente) reduziert Kosten, hat aber noch immer regulatorische Beschränkungen.
Riester vs. ETF
Bei niedrigeren Einkommen mit Kindern: Riester schlägt reinen ETF-Sparplan dank Zulagen. Bei höheren Einkommen ohne Kinder: ETF-Sparplan meist besser – flexibler, renditestärker, keine Auszahlungs-Restriktionen. Kombination möglich: Riester für die Förderung mitnehmen, Hauptvorsorge im ETF-Sparplan.