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Altersvorsorge · 5 Min.

Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge – Überblick und Strategie

Das Drei-Säulen-Modell ist die Standard-Architektur der deutschen Altersvorsorge. Hier sind alle drei erklärt.

Die deutsche Altersvorsorge basiert auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Basisversorgung), betriebliche Altersvorsorge (Arbeitgeber-Förderung) und private Vorsorge (Eigeninitiative). Wer alle drei nutzt, baut robuste Ruhestandseinkommen auf.

Erste Säule: Gesetzliche Rente

Pflichtversicherung für Angestellte, 9,3 % vom Bruttogehalt vom Arbeitgeber + 9,3 % vom Arbeitnehmer = 18,6 % gesamt. Rentenpunkte werden erworben pro Jahr: ein Rentenpunkt entspricht dem Durchschnittseinkommen (2026 ca. 45.000 € brutto). Die gesetzliche Rente deckt aktuell ca. 48 % des letzten Nettoeinkommens – mit fallender Tendenz.

Zweite Säule: Betriebliche Altersvorsorge

Arbeitgeber bietet einen Pensionsfonds, Direktversicherung oder Pensionskasse. Sie zahlen aus dem Bruttogehalt ein (Steuer- und Sozialabgaben-Ersparnis), Arbeitgeber bezuschusst meist 15–20 % der Einzahlung. Bei vielen Arbeitgebern lohnt sich das fast immer.

Dritte Säule: Private Vorsorge

Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherungen, ETF-Sparpläne, Immobilien. Hier liegt der größte Gestaltungsspielraum. Für die meisten ist ein ETF-Sparplan die beste private Vorsorgeform: niedrige Kosten, hohe Flexibilität, gute Renditechancen.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Säule ist die wichtigste? +

Alle drei. Die gesetzliche Rente ist die Basis, bAV nutzt Arbeitgeber-Zuschuss, private Vorsorge schließt die Lücke. Wer nur auf eine Säule setzt, geht ein Konzentrationsrisiko ein.

Reicht die gesetzliche Rente? +

Nein. Das Rentenniveau sinkt von 48 % heute auf voraussichtlich 43 % bis 2050. Sie brauchen mindestens eine weitere Säule, idealerweise alle drei.

Was ist mit Selbstständigen? +

Selbstständige haben oft nur die dritte Säule (private Vorsorge). Manche Berufsgruppen haben ein Versorgungswerk als Ersatz für die erste Säule. Die zweite Säule entfällt – Selbstständige müssen die dritte Säule entsprechend stärker bauen.