Die deutsche Altersvorsorge basiert auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Basisversorgung), betriebliche Altersvorsorge (Arbeitgeber-Förderung) und private Vorsorge (Eigeninitiative). Wer alle drei nutzt, baut robuste Ruhestandseinkommen auf.
Erste Säule: Gesetzliche Rente
Pflichtversicherung für Angestellte, 9,3 % vom Bruttogehalt vom Arbeitgeber + 9,3 % vom Arbeitnehmer = 18,6 % gesamt. Rentenpunkte werden erworben pro Jahr: ein Rentenpunkt entspricht dem Durchschnittseinkommen (2026 ca. 45.000 € brutto). Die gesetzliche Rente deckt aktuell ca. 48 % des letzten Nettoeinkommens – mit fallender Tendenz.
Zweite Säule: Betriebliche Altersvorsorge
Arbeitgeber bietet einen Pensionsfonds, Direktversicherung oder Pensionskasse. Sie zahlen aus dem Bruttogehalt ein (Steuer- und Sozialabgaben-Ersparnis), Arbeitgeber bezuschusst meist 15–20 % der Einzahlung. Bei vielen Arbeitgebern lohnt sich das fast immer.
Dritte Säule: Private Vorsorge
Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherungen, ETF-Sparpläne, Immobilien. Hier liegt der größte Gestaltungsspielraum. Für die meisten ist ein ETF-Sparplan die beste private Vorsorgeform: niedrige Kosten, hohe Flexibilität, gute Renditechancen.