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Altersvorsorge · 6 Min.

Altersvorsorge für Selbstständige 2026 – ohne Arbeitgeber bauen

Ohne Arbeitgeber-Beitrag ist die Altersvorsorge die wichtigste Eigenleistung von Selbstständigen.

Selbstständige sind in den meisten Berufen nicht rentenversicherungspflichtig – die Altersvorsorge ist komplett ihre Verantwortung. Glücklicherweise gibt es 2026 mehrere starke Optionen: Rürup-Rente mit Steuervorteilen, klassischer ETF-Sparplan oder freiwillige gesetzliche Rente.

Rürup-Rente (Basis-Rente)

Beiträge sind bis 27.566 € jährlich als Sonderausgaben absetzbar (Stand 2026, jährliche Steigerung). Bei einem Selbstständigen mit 80.000 € Gewinn und 40 % Grenzsteuersatz spart das bis zu 11.000 € Steuern pro Jahr. Nachteil: Auszahlung erst ab 67, immer als Rente (nicht als Einmalbetrag), Vererbung eingeschränkt.

ETF-Sparplan als Alternative

Volle Flexibilität: Sie können Sparraten anpassen, jederzeit auf das Kapital zugreifen und im Notfall auch komplett verkaufen. Im Vergleich zur Rürup-Rente keine Steuervorteile beim Einzahlen, dafür flexibler und einfach zu vererben.

Versorgungswerk und freiwillige GRV

Bestimmte Berufsgruppen (Ärzte, Anwälte, Architekten) sind über ihr Versorgungswerk pflichtversichert. Andere Selbstständige können sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern. Mindestbeitrag 2026 ca. 100 € monatlich – sinnvoll vor allem bei Bedarf an Erwerbsminderungsrente.

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Häufig gestellte Fragen

Rürup oder ETF-Sparplan – was ist besser? +

Wer hohe Steuersätze (40 %+) hat und Maximum-Steuerersparnis will: Rürup. Wer Flexibilität und Vererbbarkeit priorisiert: ETF-Sparplan. Beide kombinieren ist oft die beste Lösung.

Brauche ich eine Erwerbsminderungsrente? +

Selbstständige sind nicht automatisch versichert. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) ist dringend empfohlen – Beiträge in jungen Jahren günstig.

Wie viel sollte ich als Selbstständiger sparen? +

Faustregel: 15–25 % des Nettogewinns. Selbstständige haben oft kein 13. Monatsgehalt und keine Arbeitslosenversicherung – höhere Sparquote ist die natürliche Konsequenz.