Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) sorgt dafür, dass Sie bei regelmäßigem Sparen mehr Anteile kaufen, wenn Kurse niedrig sind, und weniger, wenn sie hoch sind. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt damit unter dem Mittelwert aller Kurse.
Konkretes Rechenbeispiel
Sie sparen 6 Monate lang je 100 € monatlich. Kurse: 100 €, 80 €, 60 €, 80 €, 100 €, 120 €. Sie kaufen also 1, 1,25, 1,67, 1,25, 1, 0,83 Anteile = 7 Anteile für 600 €. Durchschnittspreis: 85,71 €. Mittelwert der Kurse: 90 €. Sie haben pro Anteil 4,29 € (5 %) gespart – ohne irgendetwas zu tun.
Wann wirkt der Effekt am stärksten?
In volatilen Märkten mit Schwankungen nach unten und oben. In rein steigenden Märkten ist eine Einmalanlage rechnerisch besser (Sie investieren früher zu niedrigeren Kursen). Wer aber nicht den optimalen Einstiegszeitpunkt erwischt, fährt mit regelmäßigem Sparen psychologisch besser.
Grenzen und Mythen
Cost-Average funktioniert nicht magisch: Wenn der Markt langfristig steigt (was historisch normal ist), ist eine Einmalanlage rechnerisch oft günstiger. Der Vorteil des Sparplans liegt in der Disziplin und Psychologie – Sie investieren regelmäßig, ohne Markt-Timing-Druck.