Tagesgeld ist täglich verfügbar, zahlt aber variable und meist niedrigere Zinsen. Festgeld bindet das Geld für eine feste Laufzeit, dafür bleibt der Zins über die gesamte Anlagedauer garantiert. Die richtige Antwort ist selten „entweder/oder", sondern eine Kombination beider Anlageformen.
Wann Tagesgeld sinnvoller ist
Für den Notgroschen, planbare Anschaffungen im nächsten halben Jahr und Zwischenparkungen größerer Beträge ist Tagesgeld die richtige Wahl. Sie bleiben flexibel, das Geld arbeitet aber zumindest zu marktüblichen Zinsen.
Wann Festgeld die Nase vorn hat
Bei mittel- und langfristigen Sparzielen mit klar definiertem Zieltermin (Hauskauf in 5 Jahren, Aussteigergeld in 3 Jahren, Ausbildungsfinanzierung des Kindes) lohnt sich Festgeld: Der Zinsaufschlag gegenüber Tagesgeld liegt 2026 oft bei 0,5–1 Prozentpunkten – über 5 Jahre summiert das spürbar.
Festgeld-Treppe als Kombination
Statt alles auf eine Laufzeit zu setzen, splitten Sie in fünf Tranchen mit 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren Laufzeit. Jedes Jahr wird eine Tranche fällig – Sie können wieder reagieren. Ergebnis: höherer Durchschnittszins bei gleichzeitig verbesserter Flexibilität.
Konkretes Beispiel
Bei 50.000 € Anlagesumme: 10.000 € Tagesgeld als Notgroschen (sofort verfügbar), 40.000 € auf eine 5-Jahres-Festgeld-Treppe. Bei aktuellen Zinsen: ca. 1.700 € Jahreszins gegenüber 1.000 € bei reinem Tagesgeld – fast 70 % Mehrertrag bei kaum verlorener Flexibilität.