Ab dem Ruhestand verschiebt sich der Fokus vom Vermögensaufbau zur Vermögenssicherung. Tagesgeld eignet sich ideal als Liquiditätspolster für planbare und unerwartete Ausgaben, ohne dass Geld dauerhaft gebunden wird – aber bei der Bankenwahl gelten besondere Kriterien.
Liquidität als oberstes Prinzip
Im Ruhestand schwanken Ausgaben stärker: Reparaturen am Haus, gesundheitliche Vorsorge, Familienzuschüsse. Tagesgeld bietet tägliche Verfügbarkeit ohne Strafzinsen – ideal als Notgroschen für 3 bis 12 Monatsausgaben. Höhere Beträge können auf Festgeld umgeschichtet werden.
Bankauswahl mit Filialnähe
Manche Senioren bevorzugen eine Bank mit physischer Niederlassung in der Nähe. comdirect (Commerzbank-Filialen), Sparkassen-Direktbank (S-Direkt) oder Volksbank-Tochterprodukte bieten persönliche Beratung – wenn auch zu niedrigeren Zinsen als reine EU-Direktbanken.
Vollmachten und Vertretung
Wichtig: Bei der Kontoeröffnung gleich eine Bankvollmacht für eine Vertrauensperson erteilen – idealerweise notariell beglaubigt. So können im Krankheitsfall Verwandte oder Pflegekräfte zeitnah auf das Konto zugreifen, ohne langwieriges Vorsorgegerichtsverfahren.
Vererbung und Hinterbliebene
Tagesgeldkonten sind im Erbfall einfach zu transferieren – die Bank verlangt Erbschein oder notarielles Testament. Anders als bei Wertpapierdepots gibt es kein Bewertungsrisiko: der Bestand wird zum Stichtag der Vererbung in Euro ausgezahlt.