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Depot · 6 Min.

Depot für Selbstständige – Vermögensaufbau ohne Arbeitgeber

Ohne Arbeitgeber-Beitrag müssen Selbstständige ihre Altersvorsorge selbst bauen. Warum das Depot die zentrale Rolle spielt.

Selbstständige und Freiberufler haben weder gesetzliche Rente noch betriebliche Altersvorsorge automatisch. Ein gut geführtes Depot wird damit zum wichtigsten Baustein der finanziellen Zukunft – und sollte schon in den ersten Jahren der Selbstständigkeit aufgebaut werden.

Wie viel sparen?

Faustregel: 15–20 % des Nettogewinns in den Vermögensaufbau. Bei einem Selbstständigen mit 50.000 € Jahresgewinn also 7.500–10.000 € pro Jahr ins Depot. Wer es schafft, davon einen ETF-Sparplan zu automatisieren (z. B. 600 € monatlich), profitiert maximal vom Cost-Average-Effekt.

Liquiditätsmanagement

Selbstständige brauchen einen größeren Notgroschen als Angestellte: 6–12 Monatsausgaben auf Tagesgeld, weil Aufträge ausbleiben können. Erst danach geht es ins Depot. Steuerrücklagen (Einkommens- und Umsatzsteuer) sollten zusätzlich auf ein separates Konto wandern – nicht ins Depot, weil sie planbar fällig werden.

Steueroptimierung

Verluste aus dem Wertpapierdepot lassen sich mit Gewinnen verrechnen – wichtig in der Anlage KAP der Steuererklärung. Wer regelmäßig handelt, kann sich vom Broker eine Steuerbescheinigung ausstellen lassen, die alle relevanten Daten enthält. Bei deutschen Brokern läuft die Abgeltungssteuer automatisch ab.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Depot für Selbstständige? +

Trade Republic und Scalable Capital eignen sich gut für ETF-Aufbau. Wer komplexere Strukturen handeln will (Optionen, internationale Aktien), greift zu Interactive Brokers oder LYNX.

Riester oder Rürup zusätzlich? +

Rürup ist für Selbstständige steuerlich oft attraktiv (hohe Sonderausgabenabzug). Riester für Selbstständige nur mit Förder-Klausel (z. B. Ehepartner Anstellung). Eine reine ETF-Lösung ist meist flexibler und kostengünstiger.

Wie wirkt sich Verlustverrechnung aus? +

Aktien-Verluste verrechnen sich nur mit Aktien-Gewinnen. Sonstige Wertpapier-Verluste mit allen Erträgen. Der Broker führt das automatisch in der Steuererklärung an die Bescheinigung weiter.